In der Bundesrepublik sind die Grusskarten von UNICEF, dem UN-Kinderhilfswerk, besonders beliebt. Jedes Jahr kommen neue Motive heraus, die von ehrenamtlichen Helfern unters Volk gebracht werden - für die Unterstützung von Kindern in Not. Denn UNICEF finanziert sich zu einem Drittel aus Spenden und den Verkäufen der Karten. Wir erzählen, was dahinter steckt.

Seit über 60 Jahren gibt es die UNICEF-Grusskarten, mit deren Erlös ein Teil der Arbeit des UN-Kinderhilfswerks UNICEF finanziert wird. Insgesamt wurden seit 1949 weltweit über fünf Milliarden Grusskarten verkauft, über 600 Millionen davon in Deutschland. Damit liegen die Deutschen beim Kauf von Grusskarten an der Spitze.

Grusskarten in Zahlen

Auch wenn Postkarten in den Zeiten der Online-Kommunikation nicht mehr so beliebt sind wie noch vor Jahren, wurden 2011 in Deutschland 11,7 Millionen Stück verkauft. Allein damit konnte UNICEF Deutschland fast 16 Millionen Euro erlösen. Zu 75 Prozent wurde dieses Geld für die Arbeit des UN-Kinderhilfswerks zur Verfügung gestellt.

Die enormen Verkaufszahlen liessen sich nur erreichen, weil sich viele Bürger ehrenamtlich engagierten. So wurden zum Beispiel in der Vorweihnachtszeit 2011 bundesweit über 620 Grusskartenstände organisiert. Mehr als die Hälfte aller Kartenverkäufe liefen über diese ehrenamtlichen Gruppen, der Rest entfiel zum Beispiel auf Unternehmen, die sich ebenfalls ehrenamtlich um den Verkauf kümmerten, oder auf den Grusskartenshop unter unicef.de.

Über 60 Jahre Geschichte

Die Geschichte der UNICEF-Grusskarten begann 1949, als UNICEF Millionen Kindern im zerstörten Europa über die grösste Not hinweghalf. Zum Dank für die Hilfe beim Wiederaufbau malte damals die siebenjährige Jitka Samkoya, die in dem böhmischen Dorf Rudolfov lebte, ein schönes Bild auf Glas. Es zeigte einen farbenprächtigen Maibaum, um den Kinder fröhlich im Sonnenschein tanzten. Das Bild schickte sie UNICEF in New York. Es wurde wenig später als Motiv für eine UNICEF-Weihnachtskarte verwendet, die tausend Mal verschickt wurde. Nach dem Vorbild dieser ersten UNICEF-Grusskarte kreierten viele Künstler später selbst Grusskarten für UNICEF - darunter so berühmte Maler wie Pablo Picasso, Joan Miró und Marc Chagall, die sie UNICEF stifteten. Ausserdem stellten grosse Museen kostenlos bekannte Gemälde zur Reproduktion zur Verfügung.

Inzwischen werden jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst neue Karten-Kollektionen mit insgesamt über 300 Motiven veröffentlicht, die von jungen Designern und berühmten Künstlern gestaltet werden. Das Spektrum reicht von Blumen- und Natur-Motiven über Janosch-Cartoons bis zu trendiger Fotokunst. Die Kollektionen werden in Genf von einem kreativen Team aus Kunst- und Marketingexperten ausgewählt. Dabei orientierten sich die Fachleute auch an Kundenbefragungen und aktuellen Trends.

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Kontrolliert gedruckt

Der Druckauftrag für die UNICEF-Grusskarten geht derzeit an ein geprüftes Unternehmen in China. Die gesamte Produktion unterliegt dabei strengen internationalen Richtlinien, sowohl in Sachen Qualität und Sicherheit als auch beim Umweltschutz und in sozialen Aspekten. So stammt das chlorfrei gebleichte Papier, das für die Grusskarten verwendet wird, aus nachhaltiger Fortwirtschaft und enthält einen hohen Anteil an Recyclingpapier. Die Einhaltung von Sozialstandards und der Verzicht auf Kinderarbeit werden regelmässig kontrolliert.

Schon wenig hilft viel

"Wenn Sie UNICEF-Karten kaufen, schenken Sie Kindern eine Zukunft", damit wirbt UNICEF für seine Grusskarten. Und tatsächlich berührt es, mit wie wenig Geld Kindern geholfen werden kann: Mit dem Kauf von 15 Grusskarten lassen sich 100 Dosen Impfstoff gegen Kinderlähmung finanzieren. Für den Preis von 200 Grusskarten kann UNICEF eine "Schule in der Kiste" mit Unterrichtsmaterial für 40 Kinder beschaffen. Und 70 Grusskarten bedeuten für ein Kind das Schulstipendium für ein ganzes Jahr.

Deshalb bittet Sie die Stiftung United Internet for UNICEF um Ihre Unterstützung.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!